Information zum Fischerdorf Greetsiel in Ostfriesland
Das ostfriesische Fischerdorf Greetsiel ist ein staatlich anerkannter Erholungsort
in der Ferien-, Kunst- und Kulturlandschaft von Ostfriesland, an der Nordseeküste
von Deutschland. Die Einwohnerzahl des Fischerdortes Greetsiel beträgt zur Zeit
ca. 1500. Mit 29 Fischkuttern ist Greetsiel der größte Krabbenkutterhafen im Weser
Ems Gebiet.
Chronologie
- 1388 erstmalige Beurkundung als Hafenort
- 1401 Greetsieler Marienkirche wird geweiht
- 1613 erste Erwähnung einer Mühle
- 1619 Bau v. Hohen Haus (Verwaltungssitz bis 1737)
- 1798 Bau des Alten Siels
- 1856 Bau / Wiederaufbau der westlichen Mühle
- 1887 Bau des Neuen Siels
- 1921 Bau / Wiederaufbau der östlichen Mühle
- 1957 Schöpfwerk geht in den Betrieb über
- 1972 Greetsiel wird Ortsteil von Krummhörn
- 1986 Errichtung des Nationalparks Wattenmeer
- 1991 Greetsieler Hafen ist nun tideunabhängig
- 2005 Errichtung einer eigenen Wetterstation im Hafenbereich
Die Greetsieler Zwillingsmühlen
Die
westliche Mühle wurde 1976 - 1977 nach einem Sturmschaden im Jahr 1972 zur
Teestube und Bildgalerie umgebaut. Den Bautyp der Greetsieler Zwillingsmühlen
nennt man Gallerieholländer.
Die Marienkirche in Greetsiel
Die Errichtung erfolgte in zwei Abschnitten im Jahre 1380 und 1410. Unter Graf Edzard
II erfolgte ein Neubau.
Sperrwerk Leysiel
Die Schleuse ist seit 1991 in Betrieb. Sie verbindet den Greetsieler Hafen und die
Nordsee über eine sogenannte Fahrrinne. Unabhängig von Ebbe und Flut gelangen Schiffe
hierüber zum Wattenmeer. Die
Seeschleuse besitzt eine Bauwerkslänge von 129 m, die Durchfahrtsweite beträgt
14 m. Das ermöglicht das Schleusen von bis zu 8 Kuttern gleichzeitig.